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Suchmaschinenoptimierung! Was ist das eigentlich?

19 September 2009 8.011 views 2 Kommentare


Einführung – Grundlegendes zur Suchmaschinenoptimierung

suchmaschinenSuchmaschinenoptimierung ist heute für viele Unternehmen ein sehr wichtiger Bestandteil im Marketingkonzept. Viele realisieren noch gar nicht, für welche Umsatzsteigerungsraten eine gut optimierte Webseite sorgen kann. Auch für Existenzgründer ist  Suchmaschinenoptimierung enorm wichtig, insbesondere dann, wenn der Haupt Vertriebs- beziehungsweise Marketinganteil durch Aktivitäten im Internet generiert werden soll. Trotz all dieser Faktoren ist Suchmaschinenoptimierung für viele einen geheimnisvolles und nahezu undurchschaubares Feld, an das sie sich nicht so recht herantrauen. Dazu kommt, dass in kaum einem anderen Bereich die Entwicklung so schnell voranschreitet und man sein Wissen ständig auf dem neuesten Stand halten muss, um seine Webseiten so gut wie möglich zu optimieren. Außerdem gibt es im Bereich der Suchmaschinenoptimierung unzählige Fachbegriffe, die man erst einmal kennen muss, um überhaupt ansatzweise in diesem Bereich durchzublicken. Mit diesem Tutorial wollen wir Ihnen die Fakten und Geheimnisse der Suchmaschinenoptimierung etwas näher bringen und Sie über die wichtigsten Grundlagen und Techniken aufklären.

Welchen Umfang hat eine komplette Suchmaschinenoptimierung?

Mit dem Oberbegriff Suchmaschinenoptimierung werden alle Methoden, Techniken und Tricks zusammengefasst, die dafür nötig sind, eine Webseite so zu gestalten, dass sie in den wichtigsten Suchmaschinen möglichst weit oben unter den entsprechenden Suchbegriffen gelistet wird. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn es sich bei der betreffenden Internetseite um eine Firmen-Webpräsenz handelt, die dem Unternehmen helfen soll, im Internet Fuß zu fassen und in absehbarer Zeit über dieses Medium Kunden zu gewinnen bzw. Einnahmen zu generieren.

Sicherlich haben Sie viel Zeit und Mühe oder auch Geld aufgewendet, um Ihre Webseite so attraktiv und besucherfreundlich wie möglich zu gestalten. Es wäre dann doch sehr ärgerlich, wenn fast niemand diese Webseite unter den von Ihnen gewünschten Suchbegriffen im Internet finden würde. Früher hat es ausgereicht, die Internetseite bei den Suchmaschinen kurz anzumelden und vielleicht noch ein Feld mit den gewünschten Suchbegriffen auf die Webseite zu packen. Schon konnte man fast sicher sein, dass die Webseite relativ gut in der Suchmaschine gefunden wird. Dies reicht heute lange nicht mehr aus.

Aus diesem Grund ist Suchmaschinenoptimierung in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Sie umfasst alle Methoden, um eine Webseite suchmaschinenfreundlich bzw. besser lesbar für die Suchmaschinen zu machen. Dazu gehören verschiedene Optimierungstechniken, eine effektive Gestaltung der Seiteninhalte und der Navigation sowie  eine optimale Linkstruktur, sowohl innerhalb der Webseite als auch von außen. Alles ist so abgestimmt, dass die Suchmaschine bzw. deren Suchroboter die Seite möglichst schmackhaft serviert bekommt und dementsprechend gut in den Ergebnissen listet.

Um die vorhandenen Schwachstellen und das Verbesserungspotenzial einer Webseite zu erkennen, sollte sich ein Suchmaschinenoptimierer angewöhnen, die Internetseite möglichst mit den Augen der Suchmaschine zu sehen. Hat man sich diese Fähigkeit einmal angeeignet, wird man erkennen, dass viele Internetseiten aufgrund der dahinter stehenden Techniken gänzlich ungeeignet dafür sind, in den Suchmaschinen gute Plätze zu besetzen. Ein sehr schönes Beispiel sind die bekannten Flash-Seiten. Da der Code dieser Seiten praktisch nur aus Grafiken besteht, bekommt die Suchmaschine keinen Textinhalt zu lesen und kann daher überhaupt nicht erfassen, welches Thema der Seite zugrunde liegt und wo sie diese in ihren Suchergebnissen listen soll.

Auf die Textinhalte kommt es an

Wie das genannte Beispiel schon andeutet, können Suchmaschinen ausschließlich die Textinhalte einer Webseite lesen und bewerten die Seite daher auch ausschließlich anhand dieser Inhalte. Das erste und einfachste Erfolgsgeheimnis für eine in den Suchmaschinenpositionen erfolgreiche Webseite lautet also: so viel guten und einzigartigen Textinhalt wie möglich schaffen.

Doch warum gerade einzigartige Textinhalte? Dies ist ein sehr wichtiger Punkt. Die Suchmaschinen – insbesondere Google – mögen es überhaupt nicht, wenn gleiche Inhalte mehrmals in den Suchergebnissen aufgeführt werden. Grund dafür ist, dass der Besucher nach Eingabe seiner Suchbegriffe möglichst viele verschiedene Seiten präsentiert bekommen soll, und nicht etliche gleiche. Daher ist es schwierig bis unmöglich mit einer Webseite, die Textinhalte enthält, welche es bereits irgendwo im Netz gibt, in einer Suchmaschine auf einem guten Platz gelistet zu werden. Die meisten Webseiten mit solchen doppelten Inhalten (auch „Duplicate Content“ oder kurz „DC“ genannt) werden gar nicht erst in den Index aufgenommen. Vermeiden Sie daher in jedem Fall Textinhalte auf Ihren Seiten zu verwenden, die bereits in gleicher Form auf anderen Webseiten existieren.

Keywords – ein Schlüssel für erfolgreiche Internetseiten

keywordWas nützt Ihnen eine sehr gut gemachte und mit einzigartigen Textinhalten versehene Webseite, wenn niemand diese unter den richtigen Begriffen in der Suchmaschine findet? Daher ist es besonders wichtig die Seite so zu optimieren, dass sie unter bestimmten, von Ihnen vorgegebenen Suchworten gefunden wird. Bei diesen Suchworten spricht man auch von so genannten „Keywords“.

Dazu ein kleines Beispiel: Sie haben eine schöne Seite zum Thema Tennis erstellt. Auf dieser möchten Sie den Besucher nicht nur informieren, sondern auch Spielausrüstung, Kleidung und anderes Zubehör mit einem schönen Gewinn verkaufen. Die Seite muss also nun so optimiert werden, dass sie unter Schlüsselwörtern wie Tennisschläger, Tennisbälle, Tennisschuhe etc. möglichst optimal gefunden wird. Aus diesem Grund sollten Sie die Textinhalte sowie die Navigation und andere Inhaltselemente der Seite möglichst optimal auf die gewünschten Suchbegriffe abstimmen. Dazu sollte das bzw. die gewünschten Keywords in einer bestimmten Anzahl im Textinhalt der Seite vorkommen. Erfahrene Suchmaschinenoptimierer nennen einen Wert von etwa fünf bis acht Prozent. In einem Text mit 100 Wörtern sollte das betreffende Keyword also etwa fünf bis acht Mal vorkommen.

Eine wichtige Frage ist weiterhin, ob man sich auf ein einziges populäres Suchwort konzentrieren sollte, oder aber eine Kombination aus mehreren Keywords wählen sollte. Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Die Wahl der Keywords hängt sehr stark vom Themenbereich der betreffenden Webseite ab. Da der Markt heute in vielen Bereichen extrem umkämpft ist und dort teilweise Seiten vertreten sind, die seit mehr als 10 Jahren im Internet stehen, macht es in diesen Fällen kaum Sinn, auf ein einzelnes, extrem gesuchtes Schlüsselwort zu optimieren. Sie würden es wahrscheinlich nie schaffen, die bereits etablierten Seiten zu diesem Thema irgendwann wieder einzuholen oder gar zu überholen. Sollte dies dennoch gelingen, dann nur mit größter finanzieller und zeitlicher Anstrengung. Bei solch hart umkämpften Bereichen ist es sinnvoller, auf ein Paket aus Kombination von mehreren verschiedenen Keywords zu setzen. Sie optimieren also nicht auf einen einzigen Begriff, sondern auf gleich mehrere Wortkombinationen. Dadurch bekommen Sie zwar für jede Kombination weit weniger Besucher als bei einem einzelnen und sehr stark gesuchten Keyword, da Sie jedoch eine ganze Reihe dieser Kombination verwenden, können Sie beim Zusammenrechnen der Besucherzahlen auf ein ähnliches Ergebnis kommen, wie mit einem einzigen populären Schlüsselwort. Im englischsprachigen Bereich spricht man bei einer solchen Strategie vom so genannten „Long Tail“ – dem langen Schwanz.

Worauf Sie bei der Auswahl des Domainnamens achten sollten

top-level-domainsWie wichtig der Domainname für das Ranking einer Internetseite ist, darüber streiten sich die Suchmaschinenoptimierer seit vielen Jahren. Fakt ist, dass es niemals verkehrt sein kann, wenn die Haupt-Schlüsselwörter Ihrer Internetseite auch im Domainnamen vorkommen. Indem Sie in der URL Bindestriche verwenden, können Sie auch mehrere Schlüsselwörter hintereinander unterbringen. Auch wenn manche SEO´s dies bestreiten wollen, so hat die Praxis in den letzten Jahren jedoch in vielen Fällen gezeigt, dass Internetseiten mit Keywords in der Domain in der Regel ein wenig besser in den Suchmaschinen gelistet werden.

Bezüglich der Domainendung sollten Sie als deutscher Webmaster nach Möglichkeit auch eine .de-Domain für Ihre Seite wählen. Ist dies jedoch nicht möglich, weil z. B. schon alle Domains in diesem Bereich, die für Sie in Frage kommen, vergeben sind, können Sie aber auch bedenkenlos eine .com- oder .net-Domain wählen. Es kursieren zwar immer noch einige Gerüchte in der Szene, dass diese ausländischen Domainendungen in Deutschland generell etwas schlechter gelistet werden, nach Meinung von vielen Experten ist das jedoch inzwischen nicht mehr der Fall.

Beim Einrichten der Domain und Aufschalten der Webseite sollen Sie außerdem darauf achten, dass die Internetadresse entweder ausschließlich mit Eingabe von „WWW“ aufgerufen werden kann, oder generell ohne. Webseiten, die sowohl mit als auch ohne „WWW“ aufgerufen werden können, laufen Gefahr, dass die Suchmaschine wegen der unterschiedlichen URL´s, mit denen die Seite aufgerufen werden kann, doppelte Inhalte sieht und diese daher schlechter listet oder gar nicht indexiert. Ein ähnlicher Effekt kann übrigens auch dann entstehen, wenn Sie spezielle Druckversionen von einzelnen Seiten anlegen, welche dann unter jeweils eigenen Adressen im Browser erscheinen. Auch das sollten Sie unbedingt vermeiden.

Wie lässt sich erreichen, dass eine Domain ausschließlich mit oder ohne Eingabe von „WWW“ erreicht werden kann? Sofern der Server Ihres Webhosters die Verwendung von „mod rewrite“ unterstützt, ist dies ganz einfach in Form einer Weiterleitung mit dem Statuscode 301 zu erreichen. Beispiele dafür finden Sie im Internet zur Genüge.

Onpage-Optimierung einer Internetseite

Nachdem die grundlegenden Einflussfaktoren und Anforderungen einer Internetseite nun geklärt sind, kommen wir zum internen Seitenaufbau – einem wichtigen Punkt für die Suchmaschinenoptimierung. Obwohl die Relevanz der so genannten Onpage-Optimierung – also aller Faktoren, die auf der Seite selbst beziehungsweise im Quelltext optimiert werden können – nachgewiesenermaßen in den letzten Jahren etwas abgenommen hat, sollte man sie dennoch nicht vernachlässigen. Darüber hinaus ist die Onpage-Optimierung in der Regel wesentlich schneller gemacht als eine Offpage-Optimierung, auf die wir hier auch noch zu sprechen kommen.

Die richtige Navigationsstruktur

Die interne Navigation der Seite sollte so einfach wie möglich gehalten werden. Genauer gesagt heißt dies, dass die Navigationsstruktur möglichst wenige Ebenen aufweisen sollte, so dass jede Unterseite innerhalb von wenigen Klicks von der Hauptseite aus erreicht werden kann. Experten empfehlen eine Linkstruktur mit höchstens drei Ebenen. Die seiteninternen Links sollten möglichst auch ein- oder mehrere Keywords der Internetseite enthalten. Weiterhin kann es nie schaden, eine Sitemap für die gesamte Webseite anzulegen – also eine Karte, auf der alle vorhandenen Unterseiten übersichtlich aufgeführt sind.

Der richtige Einsatz von Bildern und Grafiken

grafikLeider sind Bilder und Grafiken bis heute für die Suchmaschinen nicht lesbar. Um eine für den Besucher ansprechend Internetseite zu gestalten, kommt der Webmaster jedoch nicht darum, auch Bilder und Grafiken als gestalterische Elemente einzusetzen. Um doch noch etwas Optimierungsarbeit mit den Bildern zu leisten, sollten Sie jedes davon mit einem individuellen Beschreibungs- bzw. Alternativtext versehen. Das geschieht mit dem so genannten „Alt“-Befehl. In diesen Alternativtexten können Sie wiederum die wichtigsten Keywords der Seite unterbringen.

Wie man Textinhalte optimal gestaltet

Die Unterbringung von Keywords in den Texten einer Internetseite haben in diesem Tutorial bereits weitgehend geklärt. Doch auch bei der Strukturierung der Textinhalte sollen Sie darauf achten, dass diese bestimmten Regeln folgt und daher zu einem guten Suchmaschinenranking beitragen kann. Wichtig sind hierbei in erster Linie die Überschriften. Strukturieren Sie Ihre Texte in sinnvollen Absätzen und versehen Sie jeden Absatz mit einer eigenen Überschrift. Die einzelnen Überschriften erhalten anschließend mittels HTML-Befehlen eine klare Hierarchie. So erhält die wichtigsten Seitenüberschrift den HTML-Tag „H1“, die zweitwichtigste „H2“ und so weiter. Dies können Sie in Abstufungen bis zum Einsatz von „H6“ weiterführen. Die Überschriften bilden so nicht nur eine gute Grundlage für die erfolgreiche Positionierung der Seite in den Suchmaschinen, sondern strukturieren auch die Texte besonders leserfreundlich.

Weiterhin sollten Sie sich Gedanken machen, wie Sie Ihre Keywords, die in den Textinhalten der Seite vorkommen, für die Suchmaschine besonders herausheben können. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie können die Schlüsselwörter in Fettschrift darstellen, unterstreichen oder auch kursiv schreiben. Die Suchmaschine misst jeder dieser Eigenschaften in etwa die gleiche Wichtigkeit zu, so dass es relativ egal ist, ob Sie das betreffende Wort fett oder kursiv schreiben oder unterstreichen. Damit die Seite nicht überoptimiert wirkt, sollten Sie die Hervorhebungen abwechseln und nicht zu viele Wörter herausheben, schließlich soll der Besucher den Text noch bequem lesen können

Wie wichtig ist ein valider Code?

Die Wichtigkeit eines regelkonformen Quellcodes wird in SEO-Kreisen seit Jahren heiß diskutiert. Mit solchen Grundsatzdiskussionen sollte man jedoch überhaupt keine Zeit verschwenden. Fakt ist: ein valider Quellcode kann dem guten Ranking einer Internetseite bestimmt nicht schaden. Haben Sie auf der anderen Seite einen Quellcode, der voller Fehler und unvollständiger Befehle ist, kann es durchaus passieren, dass die Suchmaschine die Indexierung der betreffenden Seite abbricht und Sie so eine Ewigkeit darauf warten können, bis die Seite einmal in den Suchergebnissen gelistet ist.

Um die Validität des Quellcodes einer Internetseite zu prüfen, gibt es im Internet zahlreiche Tools. Wichtig ist außerdem, dass die Seite einen möglichst schlanken Quellcodes aufweist, der hauptsächlich von Textinhalten bestimmt werden sollte. Um dies zu erreichen gibt es seit einigen Jahren die so genannten „Cascading Style Sheets“ – kurz: CSS. Mit dieser Technik lassen sich nahezu alle Befehle, die nichts mit den Textinhalten der Seite zu tun haben, in eine externe Datei auslagern. Dies können zum Beispiel alle Befehle für die gestalterischen Elemente bzw. das Design der Webseite sein.

Experten empfehlen außerdem, den Quellcode so anzulegen, dass die Textinhalte vor den Navigationselementen stehen. Ob dies für ein besseres Ranking in den Suchmaschinen wirklich nötig ist, sei dahingestellt. Schaden kann es auf jeden Fall nicht.

Die Probleme von PHP-Seiten

php-logoGrundsätzlich können Internetseiten, die mit der PHP-Technik arbeiten, genauso gut gelistet werden wie reine HTML- und CSS-Webseiten. Die Schwierigkeit der PHP-Seiten ist jedoch, dass die Quellcode-Struktur in der Regel etwas unübersichtlicher und aufgeblasener ausfällt. Zusätzlich wird die Internetadresse einer Unterseite, die in PHP geschrieben ist, meist mit einer Kette von Buchstaben und Zahlen dargestellt. Für die Suchmaschine wäre es viel besser, wenn auch in der URL der Unterseite die wichtigsten Keywords oder das spezielle Thema der Unterseite aufgeführt wären. Um dies zu erreichen, können Sie die Technik so umstellen, dass die Seite danach über so genannte „sprechende URL´s“ verfügt, das heißt, Themen oder Keywords werden in der Webadresse statt irgendwelcher sinnloser Zeichenketten aufgeführt. Dazu benötigen Sie einen Server, der es erlaubt, auf die „htaccess“-Datei zugreifen zu können und die „mod rewrite“ Funktion zu nutzen. Mittels speziellen Befehlen in der htaccess erreichen Sie dies. Dazu gibt es im Netz zahlreiche Beispiele.

Offpage-Optimierung

Bislang haben wir uns ausschließlich mit Faktoren der Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, die innerhalb der Seitenstruktur beziehungsweise auf der Webseite selbst durchgeführt werden – also Textinhalte, Quellcode und URL´s. Diese Faktoren stellen jedoch nur einen Teil einer umfassenderen Suchmaschinenoptimierung dar. Der andere Teil, den inzwischen viele Suchmaschinenoptimierer als noch wesentlich wichtiger erachten, ist die so genannte Offpage-Optimierung. Hierbei handelt es sich um alle Optimierungsfaktoren, die außerhalb der Internetseite in Angriff genommen werden müssen. Welche dies sind und wie man sie für ein Top-Ranking optimiert, erfahren Sie in diesem Abschnitt

Links, Links, Links – der wichtigste Faktor einer Suchmaschinenoptimierung

Damit sind wir beim Kern der gesamten Suchmaschinenoptimierung angekommen. Alle anderen Faktoren zur Optimierung einer Webseite bringen nichts bzw. nur sehr wenig, wenn nicht genügend andere Internetseiten mit einem Link auf die betreffende Seite verweisen. Man spricht dabei auch von so genannten Backlinks. Sie stellen das größte Geheimnis in der Suchmaschinenoptimierung dar. Die Strategien, um besonders viele und qualitativ hochwertige Links für die Webseite zu erhalten, sind in SEO-Kreisen so begehrt wie der heilige Gral. Da heute sehr viele Webmaster ihre Seiten speziell für die Suchmaschinen optimieren, ist es deutlich schwerer geworden, an gute Links zu kommen. Kaum noch ein Webmaster ist einfach so und ohne Gegenleistung dazu bereit, einen Link zur eigenen Webseite zu setzen. Wie schafft man es dennoch?

One-Way-Links – Die Königsklasse

one-way-linksOne-Way-Links (Einweglinks), womöglich auch noch abgestimmt auf das Thema der betreffenden Internetseite, sind in der SEO-Szene mit Abstand am begehrtesten. Die Bezeichnung One-Way-Link bedeutet, dass der betreffende Webmaster einen Link zu Ihrer Webseite setzt, ohne, dass Sie selbst einen Link zu dessen Seite setzen müssen. Durch diese Umstände sind Einweglinks auch am schwersten zu erhalten.

Wie überzeugt man nun andere Webmaster, einen One-Way-Link zu Ihrer Seite zu setzen? Dazu gibt es verschiedene Ansätze, die Sie nacheinander ausprobieren können. Zunächst zählt hochwertiger Textinhalt. Wenn Sie Ihren Besuchern wirklich viel nützlichen Inhalt bieten, werden auch andere Webmaster erkennen, dass die Seite für die Besucher einen echten Mehrwert darstellt. In diesem Fall können Sie darum bitten, einen Link zu Ihrer Seite zu setzen. Vielleicht verpackt der Webmaster diesen auch noch in einen schönen Artikel, so dass auch dessen Besucher etwas davon haben.

Ein weiterer Weg, um an gute Einweglinks zu kommen, ist folgender: bieten Sie dem Webmaster, von dem Sie einen Link bekommen möchten, einen bestimmte Dienst als Gegenleistung an. Das kann zum Beispiel das Schreiben eines Artikels für seine Webseite sein, in dem Sie auch gleich ein- bis zwei Links zu Ihrer Webseite unterbringen können. Weiterhin können Sie anbieten, ein kleines Tutorial oder ein eBook zu erstellen und dem Webmaster kostenfrei zur Verfügung zu stellen, so dass dieser damit wiederum einen Mehrwert für seine Besucher schaffen kann.

Linktausch – der Klassiker

Die Wege, um wirklich gute Einweglinks zu bekommen, sind oft er sehr langwierig und steinig. Daher sollten Sie sich als Webmaster zusätzlich bemühen, mit anderen Kollegen Links zu tauschen. „Tauschen“ bedeutet hierbei, dass Sie einen Link zur Webseite eines anderen Webmasters setzen und dieser im Gegenzug einen Link zu Ihrer Seite setzt. Sofern dabei jeweils die gleichen Webseiten verlinkt werden, spricht man in der SEO-Fachsprache von „reziprokem Verlinken“. Diese Technik ist heute recht umstritten, da keiner genau sagen kann, inwieweit diese Links noch wertvoll für die Verbesserung des Rankings sind. Grund dafür ist, dass es für die Suchmaschinen relativ leicht ist, reziprok gesetzte Links und damit den Tausch von Links zum Zweck der Suchmaschinenoptimierung zu erkennen. Da die Suchmaschinen aber möchten, dass Links freiwillig und aufgrund von guten Inhalten gesetzt werden und nicht, um Webseiten damit zu optimieren, könnte es gut möglich sein, dass solche als Linktausch erkannten Aktionen überhaupt nicht mehr gewertet werden.

Doch auch für dieses Problem gibt es eine Lösung: man setzt die Links einfach nicht reziprok, sondern in Form eines Dreiecks oder einer Kette. Genauer gesagt heißt dies, dass Sie einen Link zur Webseite „A“ eines anderen Webmasters setzen, dieser dafür einen Link zur Webseite „B“ oder „C“ von Ihnen. In der Regel erkennen die Suchmaschinen dann nicht, dass es sich hierbei um einen Linktausch handelt.

Links kaufen oder mieten

linkHaben Sie bei den zuvor beschriebenen Strategien noch keinerlei Erfolg gehabt? Dann bleibt Ihnen noch übrig, Links zu kaufen und/oder zu mieten. Zu diesem Zweck existieren Internetplattformen wie linklift.de oder teliad.de, über die Sie bequem Links tauschen oder mieten können.

Das Problem ist dabei jedoch, dass die großen Suchmaschinen – allen voran Google – seit einiger Zeit Internetseiten, die Links verkaufen, kaufen, vermieten oder mieten gnadenlos abstrafen. Die betreffenden Webmaster merken dies meist erst dann, wenn es bereits zu spät ist und die Internetseite beispielsweise von Platz 3 auf 300 im Ranking gefallen ist. Soll die betreffende Seite dann wieder ganz nach vorne gebracht werden, ist dies oft sehr schwierig bis unmöglich. Im Zweifelsfall sollten Sie also von einem Linkkauf oder der Miete von Links lieber absehen.

Eintrag in Webkataloge

Webkataloge sind ein ganz alter Hut im Internet. Es handelt sich dabei um ein Internetverzeichnis, in das viele verschiedene Webseiten mit jeweils einer kurzen Beschreibung eingetragen sind. Die einzelnen Webseiten werden dabei in Kategorien sortiert, so dass der Besucher einen schnellen Überblick über den Kataloginhalt bekommt. Fakt ist jedoch, dass Webkataloge heute kaum noch einen Nutzen für den Besucher darstellen, sondern fast immer dafür benutzt werden, Links für Webseiten zu generieren. Das haben natürlich auch die Suchmaschinen mittlerweile mitbekommen. Daher kann man davon ausgehen, dass Links aus Webkatalogen heute in der Regel nicht mehr besonders viel wert sind. Bei neuen Projekten und als erste Anschubhilfe kann man sie trotzdem noch bedenkenlos mitnehmen.

Nutzen von Artikelverzeichnissen

Im Grunde handelt es sich bei einem Artikelverzeichnis um nichts anderes als einen Webkatalog, bei dem die Webseiten nicht anhand einer kurzen Beschreibung, sondern in einem themenspezifischen Artikel vorgestellt werden. Es befindet sich also eine ganze Reihe solcher Artikel in einem Webverzeichnis, die jeweils nach Kategorien geordnet sind. Jeder Webmaster hat die Möglichkeit, Artikel einzureichen und darin ein- bis zwei Links zu seiner Webseite zu platzieren. Die Artikel müssen in der Regel zwischen 150 und 300 Wörtern umfassen und dürfen nicht schon in anderen Verzeichnissen veröffentlicht worden sein.

Ob Artikelverzeichnisse heute noch viel für das Ranking einer Internetseite bringen, ist in Fachkreisen sehr umstritten. Die Tendenz geht eher dahin, dass der Nutzen inzwischen sehr gering geworden ist, da die Suchmaschinen erkannt haben, dass auch Artikelverzeichnisse in erster Linie zum Linkaufbau genutzt werden. Sollten Sie trotzdem Links mittels Artikelverzeichnissen generieren wollen, sollen Sie darauf achten, dass Sie nur relativ große und regelmäßig gepflegte Verzeichnisse wählen. Bei diesen ist die Chance immer noch am größten, dass die Artikel nicht als reiner Linkspam angesehen und daher abgewertet werden.

Social Bookmarks

Web-2.0-Social-BookmarkSocial Bookmarks sind nichts anderes als kleine Lesezeichen, mit denen sich der Besucher eine Internetseite merken und auf einer speziellen Plattform ablegen kann. So hat er all seine markierten Internetseiten übersichtlich an einem Ort gesammelt und kann diese sogar mit anderen Internetnutzern teilen.

Auch für Webmaster und Suchmaschinenoptimierer sind Social Bookmarks  interessant, da  sich hier die Möglichkeit bietet, einen Account anzulegen und anschließend die eigenen Seiten in Form von Links zu hinterlegen. Sie generieren damit also Einweglinks, ohne irgendetwas dafür tun zu müssen. Wie jedoch fast immer haben inzwischen auch die Suchmaschinen mitbekommen, dass Social Bookmark Portale oft als reine Linkschleudern missbraucht werden. Damit die Portale selbst nicht abgestraft werden, sind viele Betreiber dazu übergegangen, die enthaltenen Links auf „nofollow“ zu setzen und damit für Suchmaschinenoptimierer und Webmaster uninteressant zu machen. Wenn Sie also Links mittels Social Bookmark Portalen generieren möchten, sollten Sie in erster Linie darauf achten, dass die gesetzten Links nicht mit einem „nofollow“ Attribut versehen sind.

Welche Techniken zum Linkbuilding gibt es sonst noch?

Abstract modelMit fortschreitender Entwicklung des Internets kristallisieren sich auch immer wieder neue Techniken zum Generieren von Links heraus. Manche sind innerhalb kürzester Zeit überholt, andere bewähren sich etwas dauerhafter.

Sehr beliebt ist zum Beispiel das Hinterlassen von Kommentaren in Blogs in Verbindung mit einem Link. Doch auch hier sind viele Blogbetreiber dazu übergegangen, die betreffenden Kommentarlinks auf „nofollow“ zu setzen.

Ebenso verhält es sich mit Links in den Signaturen von Internetforen. Auch hier war es früher problemlos möglich, einen Account in einem thematisch zur Webseite passenden Forum zu eröffnen und seinen Link in der Beitragssignatur zu platzieren. Unter Umständen funktioniert das heute noch, allerdings ist auch hier das „nofollow“ Attribut inzwischen vermehrt anzutreffen.

Wenn Sie noch mehr über die aktuellen Geheimtipps aus der Szene und neue Linkbuilding-Techniken erfahren wollen, sollten Sie die entsprechenden Foren und Webseiten im Internet aufsuchen.

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2 Kommentare »

  • Schwarz schreibt:

    Toller Beitrag über Suchmaschinenoptimierung. Findet man selten im Netz, dass dieses Thema so verständlich an den Mann gebracht wird, auch für Neulinge in diesem Bereich… :-)

  • Chris (author) schreibt:

    Freut mich sehr, dass ich hier helfen konnte! Ist mir auch schon aufgefallen, dass es leider nur sehr wenige offene und informative Erläuterungen zum Thema SEO im Bereich eCommerce gibt ohne, dass mir gleich jemand einen Vertrag zur Unterschrift vorlget. Wenn du verstehst was ich meine… ;-)

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