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Bezahlsysteme für Online Shops – Varianten, Vor- und Nachteile

24 Juni 2011 17.587 views 12 Kommentare


Mr. Smat Guy gibt Geld ausSind Sie auch so ein Zahlungssystem-Muffel und wollen möglichst wenig Aufwand mit den Zahlungseingängen der Kunden haben? Dann verschenken Sie wertvolles Potential! Unabhängige Studien haben bestätigt, dass die Umsätze eines Onlineshops fast proportional mit der Anzahl der verwendeten Zahlungsarten steigen.

Viele Shopbetreiber stehen jedoch etwas ratlos vor der Vielzahl der verschiedenen Zahlungssysteme und wissen nicht, welche davon sinnvoll und ausreichend verbreitet sind, und welche nicht. Dem kann Abhilfe geschaffen werden! Hier die besten Tipps und Tricks rund um Online-Bezahlsysteme:

Während der benutzerdefinierten Shop-Konfiguration stellt sich an einem bestimmten Punkt auch immer die Frage nach der oder den gewählten Möglichkeiten für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Unter den vielen Payment-Varianten gilt es, die geeignete auszuwählen und in den Shop einzubinden. Bei der Auswahl spielen viele Aspekte eine entscheidende Rolle. Denn abhängig von der angebotenen Ware muss man als Shop-Betreiber das Zahlungsmittel herausfinden auf das die potentiellen Kunden positiv reagieren. Eine hohe Abbruch-Quote aufgrund falsch gewählter Bezahlmöglichkeiten führt zu Einkommenseinbußen und ist vermeidbar.

Die deutschen Käufer haben nach wie vor eine große Vorliebe für den Zahlungsverkehr per Überweisung oder mittels Lastschrift. Die Verkäufer hingegen bevorzugen für sie sichere Zahlweisen wie zum Beispiel die Vorkasse. Mittlerweile hat sich neben der immer häufigeren Nutzung der Kreditkarte als Zahlungsmittel eine Vielzahl von internet-basierten Zahlsystemen etabliert, die vom Verkäufer angeboten werden können. Sämtliche gängigen Payment-Systeme haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile.

Zahlung per Vorkasse

Die für den Händler mit Abstand sicherste Zahlungsart ist die Zahlung per Vorkasse. Hierbei erhält der Kunde zunächst eine Rechnung und zahlt diese anschließend. In der Regel geschieht dies per Banküberweisung. Erst nach Geldeingang verschickt der Händler dann die Ware.

Die Vorteile dabei: Es gibt praktisch keine Zahlungsausfälle, da jeder Kunde erst beliefert wird, nachdem er gezahlt hat.

Nachteile: wenig Akzeptanz bei den Kunden (der Kunde möchte in der Regel erst die Ware sehen und dann bezahlen). Außerdem muss der Kunde mit einer recht langen Lieferzeit rechnen, da allein die Überweisung bis zu drei Tage dauert und anschließend auch noch der Postweg dazu kommt.

Bei der Banküberweisung bezahlt der Kunde die bestellte Ware entweder vor der Versendung durch den Verkäufer als Vorkasse oder nach Erhalt der Ware anhand der mitgelieferten Rechnung.

Zahlung per Lastschrift

Das Lastschriftverfahren ist für den Kunden sehr bequem, da er sich dabei überhaupt nicht um die Zahlung kümmern muss, sondern diese automatisch von seinem Konto abgebucht wird. Bei Anwendung des Lastschriftverfahrens wird entweder eine Einzugsermächtigung durch den Zahlungspflichtigen erteilt, oder das Abbuchungsauftragsverfahren genutzt, bei dem der Zahlungspflichtige seiner Bank eine Genehmigung erteilt, Geldbeträge von autorisierten Personen bzw. Unternehmen abbuchen zu lassen.

Die Nachteile hierbei: Für den Händler ist die Lastschrift relativ unsicher, da jeder Kunde die Möglichkeit hat, innerhalb von sechs Wochen den belasteten Betrag ohne Angabe von Gründen zurückzubuchen. Darüber hinaus fallen bei nicht gedeckten Konten bzw. falschen Kontodaten Stornogebühren (bis zu 8,50 EUR) an, die der Händler tragen muss.

Zahlung auf Rechnung nach Erhalt der Ware

Für den Kunden die sicherste und daher beliebteste Zahlungsart. Er kann die Ware vor der Bezahlung auf ihre Qualität hin prüfen und geht damit keinerlei Risiko ein. Im Gegensatz dazu hat der Händler keinen „Ware-gegen-Geld-Vorteil“ wie bei der Vorkasse. Hier ist also der Vorteil des einen jeweils das Risiko des anderen Vertragspartners.
Der Zahlungsverkehr per Banküberweisung ist im Ausland mittels Angabe der IBAN sowie der BIC/SWIFT ebenfalls möglich.

Für den Zahlungspflichtigen ist durch die Ausführung einer Banküberweisung ein recht lückenloser Nachweis der eigenen Ausgaben auf dem Konto nachvollziehbar. Dies gilt ebenso für den Zahlungsempfänger. Nachteil der Banküberweisung ist der erhöhte Aufwand, der allerdings bei der Online-Überweisung vernachlässigbar ist.

Zahlung per Nachnahme

Das Zahlungsprinzip der Nachnahme ist für alle am Kauf Beteiligten auf den ersten Blick die sicherste Variante, da die Ware nur gegen die persönliche Übergabe des Rechnungsbetrages an den Überbringer ausgeliefert wird. So hat der Käufer die Sicherheit, die Ware zu erhalten und der Verkäufer gibt den oder die Verkaufsgegenstände erst heraus, wenn die Bezahlung gesichert ist.

Allerdings kommen bei einer Bezahlung per Nachnahme Zusatzkosten auf den Käufer zu, da das ausliefernde Unternehmen zusätzlich zu den Versandkosten eine Gebühr veranschlagt. Für den Verkäufer entstehen gegebenenfalls längere Wartezeiten, bis die Post das Geld auf das vom Händler angegebene Konto überwiesen hat.  Dies kann bis zu zwei Wochen dauern. Ärgerlich wird es für den Verkäufer ebenfalls, wenn der Käufer die Annahme des Paketes ablehnt, da er dann die kompletten Kosten der Transaktion zahlen muss. In diesem Fall schickt der Versanddienstleister die Sendung zurück, was bis zu drei Wochen dauern kann. Gerade im Saisongeschäft ergibt sich dadurch für den Händler die Gefahr, auf unverkäuflicher Ware sitzen zu bleiben.

Doch auch für den Käufer kann das scheinbar so sichere Zahlungsverfahren per Nachnahme einige Tücken bereit halten. Bei seriösen Online-Shops eher unwahrscheinlich, besteht bei Gelegenheitskäufen durchaus auch die Möglichkeit, dass sich im Paket nicht die gekaufte Ware befindet, sondern ein minderwertiges Ersatzprodukt. Leider hat der Käufer keine Möglichkeit, dies vorab zu prüfen, da er erst nach Bezahlung des Nachnahmebetrages zur Öffnung des Paketes berechtigt ist.

Bezahlung mit der Kreditkarte

kreditkarteDie liebste Zahlungsmethode der Amerikaner wird auch in Deutschland immer beliebter. Die Bezahlung von Einkäufen in Online-Shops per Kreditkarte hat viele Vorteile und ermöglicht dem Käufer eine schnelle Zahlungsvariante, die den unmittelbaren Warenversand aus dem Online-Shop auslöst. Ein ausschlaggebender Grund dafür, dass manche Internet-Käufer zögern, ihre Kreditkarte als Zahlungsmittel einzusetzen, ist die Frage nach der Sicherheit dieser Zahlart.

Der Kunde befindet sich dann im sicheren Bereich, wenn er seine Kreditkartendaten über eine verschlüsselte SSL-Verbindung übermittelt. In diesem Fall können die Daten nicht gelesen werden. Für den Verkäufer ist die Bezahlung per Kreditkarte allerdings auch mit Risiken verbunden. Wird eine Bezahlung per Kreditkarte vom Käufer ausgelöst, wird zunächst geprüft, ob die Kombination Kreditkartennummer – eingegebene Daten korrekt ist und ob die Kreditkarte nicht gesperrt ist. Nach erfolgreicher Prüfung  kann die Zahlung vollzogen werden.

Stellt sich im Nachhinein heraus, dass die Zahlung aus einem wichtigen Grund (z.B. die Angabe falscher Kreditkartendaten) doch nicht ausgeführt werden kann, wir die Zahlung storniert. Diesen Vorgang nennt man auch Chargeback. Für den Händler ist dies sehr ärgerlich, da er nun nicht nur seinem Geld hinterherlaufen muss, sondern auch noch die teils sehr hohe Gebühr für den Chargeback tragen muss.

Der Händler muss aber auch bei korrekter Zahlung Gebühren tragen. Dies sind z.B. die Provisionen für die Kartenakzeptanz und die sogenannten „set up fees“ und die Grundgebühr beim Vertragspartner des Händlers, der die Kreditkarten-Transaktionen durchführt.

Online-Zahlsysteme

Neben den traditionellen Zahlarten, die nicht nur für Internetkäufe verwendet werden können, haben sich in den letzten Jahren mehrere spezielle Online-Zahlmethoden entwickelt. Dies wurde durch den immer weiter verbreiteten Warenvertrieb über das Internet ausgelöst.

Einer der großen Vorteile von Online-Bezahlmethoden für den Kunden ist der Umstand, dass der Bezahldienst nach einmaliger Eingabe der Verifizierungsdaten für alle Online-Shops, die das System unterstützen, benutzt werden kann, ohne dass jedes Mal die Daten neu eingegeben werden müssen. Diesen Umstand können sich Shop-Betreiber zu Nutze machen, indem sie die bekanntesten Online-Zahlungsmethoden standardmäßig anbieten. Dies bietet dem Käufer einen unkomplizierten Bezahlvorgang und vermittelt gleichzeitig Seriosität, worauf besonders kleinere Web-Shops angewiesen sind.

Vorteil der Online-Bezahldienste ist ebenfalls der schnelle Transfair des Geldes und die unproblematische Anwendung im Micropayment-Bereich. Gerade für Shops, die Waren wie Software oder mp3-Dateien per download verkaufen, bieten Online-Bezahlsysteme eine attraktive Variante für den Käufer.

Neben einer sofortigen Transaktions-Bestätigung per E-Mail bieten Online-Bezahldienste oft auch verschiedene Zusatzleistungen an: Dies können Absicherungen für Käufer und Verkäufer sein oder auch die Möglichkeit, die Zahlungen per internettauglichem Handy zu veranlassen.

Der Händler wird bei Bereitstellung eines Online-Zahldienstes im Shop immer die entstehenden Kosten tragen, so dass eine Vorabfrage der Konditionen der einzelnen Anbieter sinnvoll ist.

clickandbuyEiner der bekanntesten Dienste ist ClickandBuy, früher als Firstgate auf dem Markt. Dieser Dienst bietet durch seinen hohen Bekanntheitsgrad und die Möglichkeit 46 Zahlarten zu nutzen, ein gutes Renommee für den Händler und eine breitgefächerte Anwendbarkeit für den Käufer. Da Bekanntheit fast automatisch Vertrauen schafft, wird das Vertrauen in das Zahlsystem gleichzeitig auf den Online-Shop übertragen und die Kaufbereitschaft des Kunden wird erhöht. ClickandBuy wurde ursprünglich für den Bereich des Micropayment entwickelt. Auf den Verkäufer kommen neben einer Grundgebühr weitere Kosten je Transaktion hinzu. Für den Kunden ist die Nutzung von ClickandBuy kostenfrei.

paypalDer Online-Bezahldienst PayPal ist eine Tochter-Gesellschaft von eBay und wurde durch das Online-Auktionshaus bekannt. Auch hier vermittelt der Bekanntheitsgrad dem potentiellen Kunden Vertrauen und er kann den Service kostenlos nutzen. PayPal bietet ebenfalls verschiedene Sicherheitsfunktionen an und der Verkäufer erhält umgehend nach Bezahlung eine Transaktionsmeldung und kann die Ware schnell verschicken. Finanzieller Vorteil für den Verkäufer ist das Wegfallen einer Grundgebühr. Die Nutzung eines PayPal-Kontos für den Zahlungseingang wird rein umsatzabhängig berechnet. Weiterhin ist PayPal international nutzbar, so dass auch Transaktionen ins Ausland unkompliziert abgewickelt werden können.

t-payDie Telekom bietet mit T-Pay ein weiteres Bezahl-System an. Hier wird die Zahlung durch den Kunden über die Telefonabrechnung abgebucht. Sechs verschiedene Zahlvarianten und eine sichere Zahlungsabwicklung machen dieses System auch durch seine große Verfügbarkeit interessant. Eine Untervariante von T-Pay ist das Zahlsystem MicroMoney, das nach dem Prepaid-Prinzip funktioniert. Interessant für den Kunden ist bei T-Pay auch die Möglichkeit, einen Online-Bezahldienst mit der Zahlungsart per Kreditkarte bzw. Lastschrift zu verbinden. Auch bei dieser Zahlmethode zahlt der Händler nur für tatsächlich stattgefundene Transaktionen.

giropayDie Systeme giropay und sofortüberweisung.de funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip mittels einer direkten Verbindung zum Onlinebanking-Konto des Kunden. Allerdings können nur diejenigen Kunden giropay nutzen, deren Bank den Dienst auch anbietet. Der Verkäufer erhält umgehend nach Zahlungseingang eine Bestätigung und durch die direkte Überweisung vom kontoführenden Kreditinstitut des Kunden hat er eine große Zahlungssicherheit. Allerdings lässt das Gebührensystem von giropay für den Händler zu wünschen übrig. Um giropay anbieten zu können, ist ein Vertrag mit einem entsprechenden Acquirer als Partner und Bindeglied erforderlich. Die Konditionen dieser Vertragspartner, die die Abrechnung der Kartenumsätze übernehmen sind unterschiedlich und müssen individuell geprüft werden.

paysafecardEine weitere Methode, Zahlungen über das Internet abzuwickeln, sind sogenannte Prepaid-Karten. Die paysafecard wird von der Commerzbank vertrieben und kann in ganz Europa verwendet werden. Vorteil für den Kunden sind Anonymität bezüglich seiner Zahlungsdaten und die gute Eignung für Micropayment. Der Verkäufer hingegen hat eine große Sicherheit, da die Deckung der Karten nachprüfbar ist und er mit dem Angebot dieser Zahlungsvariante neue Kunden erschließen kann, die die Anonymität der paysafecard schätzen.

Besonders geeignet ist dieser Zahlungsservice für digitale bzw. virtuelle Güter im Internet, wie beispielsweise zahlungspflichtige Zugänge, Musik-Downloads, eBooks und Software. Bei physischen und besonders höherpreisigen Waren, die im Internet gekauft werden, zahlt sich das Verfahren dagegen nicht aus, da der Kunde hier zunächst die Karte mit dem kompletten Zahlungsbetrag aufladen muss, was recht lange dauern kann.

Cash-Ticket_LogoWeitere Prepaid-Karten für Zahlungen im Internet sind zum Beispiel das neue Cash-Ticket. Dieses Zahlsystem befindet sich noch in der Testphase und ist für Händler kostenlos.

wirecard_logoWirecard ist ebenfalls eine Prepaid-Karte, die das MasterCard-Bezahlsystem nutzt, aber auf den aktuell aufgeladenen Betrag beschränkt ist. Wirecard kann wie eine MasterCard genutzt werden. Vorteil für den Händler ist hier, dass diese Zahlungsart nicht extra eingerichtet werden muss, sondern der Bezahlung per MasterCard entspricht.

moneybookers_logoDas Prepaid-System Moneybookers funktioniert für den Kunden ähnlich wie PayPal, allerdings muss das Moneybookers-System zuerst mit dem entsprechenden Betrag aufgeladen werden. Stornierungen durch den Kunden sind nicht möglich, dies erhöht die Sicherheit des Verkäufers. Kosten für den Verkäufer bestehen lediglich aus den Transaktionsgebühren von 1% der Kaufsumme. Vorteil von Moneybookers ist, dass das Bezahlsystem nicht extra eingerichtet werden muss, sondern auch per Email zwischen Verkäufer und Käufer abgewickelt werden kann.

Diese Variante ist allerdings nur für Verkäufer mit wenigen Transaktionen durchführbar, da sie komplett manuell abläuft und nicht automatisiert werden kann.

web-centEinen Sonderdienst im Prepaid-Bereich bietet Web.Cent von Web.de. Mittels eines virtuellen Zahlungsmittels, dem Web.Cent wird es dem Kunden ermöglicht, Zahlungen im Internet zu tätigen. Web.Cent können entweder durch den Kunden gekauft oder durch Bonusprogramme gesammelt werden. Web.de steht ausschließlich Anwendern zur Verfügung, die über ein Konto bei Web.de verfügen.

 

Bei den zahlreichen unterschiedlichen Bezahlvarianten kann der Bedarf beim Shopbetreiber entstehen, eine ganz bestimmte Zahlart zusätzlich zu bestehenden Lösungen im Shop zu integrieren oder einen einzigen Anbieter zu finden, der das gewünschte Portfolio an Bezahlmethoden komplett anbietet. Daher hier eine Reihe weiterer Anbieter mit Fokus auf die jeweils möglichen Paymentvarianten.

Über den Payment-Anbieter Billpay können folgende Bezahlvarianten im E-Shop eingebunden werden: Rechnungskauf, Ratenkauf und Lastschrift. Die Monatsraten für Ratenbezahlung lassen sich zwischen 6 Monaten und bis zu 24 Monaten auswählen. So sind zum Beispiel auch 9 Monate, 12 oder 18 möglich. Kunden kommen dabei ohne separates Post-Ident-Verfahren aus. Bei Lastschriftbezahlung kann der Händler das Bezahlmanagement einschließlich Rücklastschriften an Billpay delegieren. Auch beim Rechnungskauf übernimmt der Anbieter die Risiken von Zahlungsausfällen.

Viele Kunden bevorzugen in der Tat nach wie vor den Kauf auf Rechnung auch im Online-Shop. Billsafe ist ein Anbieter, der sich ganz auf die Einbindung des Rechnungskaufs spezialisiert hat. Kunden können an der Internetkasse somit ohne die Eingabe von Bankdaten bezahlen. Billsafe kontrolliert den Zahlungseingang und sorgt im Bedarfsfall für einen Mahnungsversand. Das Unternehmen pflegt eine enge Kooperation mit Paypal.

Zur Shop-Integration von Bezahlen auf Vorkasse sowie mit Kreditkarte bietet Payment-Anbieter Heidelpay Lösungen an. Insgesamt lassen sich hier folgende Bezahlmittel über eine einheitliche Schnittstelle realisieren: Kreditkarte, Lastschrift, Vorkasse. Zu Kreditkartenbezahlung sind dabei auch Debitkarten hinzuzufügen. Über Zahlverfahren mit PIN-TAN-Abfrage wie giropay ist eine Garantie für den Zahlungseingang ebenso gegeben wie beim Lastschriftverfahren. Für verschiedene Shopsysteme stehen fertige Moduleinheiten zur Integration bereit.

Für eine variable Anpassung für Shops mit weniger oder deutlich mehr als 100 Bestellungen pro Tag bietet Klarna optimierte Zahlungslösungen an. Über den Anbieter sind Rechnungskauf und Ratenkauf kombinierbar. Bei Klarna kann der Kunde selbst wählen, wie hoch eine monatliche Rate ausfallen soll. Hierbei sowie beim Rechnungskauf übernimmt der Payment-Anbieter das Zahlungsrisiko. Der Shopbetreiber kann daher direkt nach Bestellung den Warenversand vornehmen. Um den Geldeingang muss er sich nicht selber kümmern.

Eine Zahlungsgarantie gibt auch der Payment-Service Paymorrow aus. Auch mit diesem Anbieter integrieren Sie in Ihrem Shop den Rechnungskauf. Durch die Zahlungsgarantie können sich Kunden schlussendlich bis zu vier Wochen Zeit lassen, bis sie die Ware bezahlen. Für den Shopbetreiber entstehen dennoch keine Risiken, dass er auf einer offenen Rechnung sitzen bleibt. Je nach verwendeter Shop-Plattform gibt es bei Paymorrow installierbare Shopmodule, die kostenpflichtig oder auch kostenfrei nutzbar sind.

Wer eine Option zur Online-Überweisung in seinem E-Shop anbieten möchte, der findet dafür bei Anbieter Iclear eine Lösungsoption. Zahlungsschnittstellen für folgende Bezahlweisen sind über dieses Zahlungssystem verfügbar: Kreditkartenbezahlung, Online-Überweisung, Lastschrift. Auch iclear offeriert Shopbetreibern einen Zahlungsschutz. Dieser wird in unbegrenzter Höhe eingeräumt. Die Zahlungs-Abwicklung erfolgt dabei über ein Treuhandkonto. Visa-, Mastercard- und EC-Kartenbezahlung wird auf diese Weise für den Shopkunden ermöglicht.

Für einen Mix mehrerer unterschiedlicher Zahlungslösungen ist schließlich auch Ogone ein möglicher Payment-Dienstleister. Aus einem Pool von über 40 Bezahlweisen stellen Shopbetreiber hier ihre Wunschlösung zusammen. Dazu zählen zum Beispiel Kreditkartenbezahlung, Lastschrift sowie Online-Überweisung. Zu den möglichen Bezahlmethoden gehören dann auch Telefon-Zahlungen. Ogone dürfte für größere Shop-Plattformen und internationale E-Commerce-Anbieter in Frage kommen, die landestypische Bezahldienste in unterschiedlichen Staaten anbieten.

Viele E-Commerce-Kunden wollen in der Regel Bezahlungen via Rechnung, oder Bankeinzug (Lastschrift) zahlen. Dies stellt für Online-Hädnler momentan noch ein Problem dar, denn Zahlungen per Bankeinzung und Rechnungen sind oft mit Ausfallrisiken behaftet. Doch werden diese Zahlungsmethoden angeboten, können erhebliche Umsatzsteigerungen erzielt werden. PayProtect ist die Lösung, mit dem E-Commerce-Anbieter die 100%ige Zahlungsgarantie ausschöpfen können. Die Anbindung von Domnowski Payments erfolgt via Online – Schnittschnelle, per Internet-Einzelanfrage oder individuellem Datenaustausch. Die Grundlage dieses Systems bilden die Datenbestände führender deutscher Auskunfteien mit Bonitäts-, Zahlungs- und Adressinformationen.

Schlussbewertung

So, das ist eine lange Liste an Zahlungssystemen und Zahlungsarten, die Sie für Ihren Onlineshop einsetzen können. Doch denken Sie daran: Passende Zahlungssysteme sind direkt von der Zielgruppe abhängig! Wichtig ist daher, dass Sie sich zunächst Gedanken über Ihre Zielgruppe machen. Welche Zahlart könnte diese bevorzugen? Welche wird sie gar nicht mögen? Welche ist in dieser Zielgruppe besonders verbreitet (bei Rentnern dürften Online-Zahldienste wie PayPal recht wenig verbreitet sein)? Etliche Zahlungsanbieter räumen Shopbetreibern eine Absicherung für den Zahlungseingang ein. Das ist besonders komfortabel und erleichtert es, beim Warenversand in Vorleistung zu gehen. Auch die eigentliche Zahlungs-Abwicklung lässt sich teilweise komplett auslagern. Wie viel das jeweils an Gebühren kostet, ist aber von Anbieter zu Anbieter ganz variabel.

Über die verschiedenen Payment-Services lassen sich die Zahlungsmittel flexibel zusammenstellen und so Shopkunden die richtige Zahlungsoption anbieten. Checken Sie jeweils auch im Vorfeld, ob für Ihr Shopsystem eine Anbindung eher einfach oder kompliziert eingerichtet werden kann. Wenn Sie das herausgefunden haben, können Sie auf dieser Grundlage die am besten geeigneten Zahlungssysteme auswählen. Die Umsätze werden es Ihnen danken!

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12 Kommentare »

  • Schwarz schreibt:

    Wahnsinn wieviele Bezahlarten es tatsächlich gibt. Ich meine, Überweisung, Kreditkarte, Nachname und PayPal dürfte ja für jeden Shop-Betreiber und natürlich den Kunden als Standard anzusehen sein, aber die ganzen restlichen Bezahlarten… Bietet ein Shop-Betreiber wirklich soviele Möglichkeiten? Ich glaube eher nicht…

    Dennoch mal interessant zu sehen was es da noch alles gibt. Von Sinn und Unsinn mal ganz zu schweigen, denn die meisten Kunden werden auf oben genannte Standards zurückgreifen.

  • Chris (author) schreibt:

    Naja, ich glaube auch eher weniger, dass wirklich alle Bezahlmöglichkeiten von einem Shopbetreiber bereitgestellt werden. Dieser Beitrag soll eher als Information dienen was es denn alles gibt, denn viele Betreiber vergessen oft PayPal als Möglichkeit anzubieten, und das sollte man dann doch schon im Programm haben…

  • paypal Nutzung? | Informationen rund um Ebay schreibt:

    [...] Bezahlsysteme für Online Shops – Varianten, Vor- und Nachteile … [...]

  • Wie funktioniert eine Überweisung u. welche Bezahlmöglichkeiten bestehen noch wenn man z.B.? schreibt:

    [...] Bezahlsysteme für Online Shops – Varianten, Vor- und Nachteile … [...]

  • H.R. schreibt:

    Also, mir ist ein sehr innovatives und sicheres sowie registrierungsfreies Zahlungssystem bekannt. Man sollte das Bezahlsystem von Micropayment GmbH unbedingt erwähnen.
    Ich kann mir vorstellen das sich viele Shopbetreiber eine nähere Erklärung zu diesen Bezahsystemen von Micropayment gerne vorstellen lassen würden.

    micropayment™ GmbH
    Scharnweberstrasse 69
    D-12587 Berlin
    Deutschland

    Telefon: (+49) 30 – 3000 770
    Telefax: (+49) 30 – 3000 771

    E-Mail: service@micropayment.de

  • Zahlungsanbieter #Billpay mit #Magento Extension Kauf auf Rechnung #ecommerce » Billpay, Shopbetreiber, Endkunden, Rechnung, Onlineshop, Zahlungsarten » ShopTrainer schreibt:

    [...] Bezahlsysteme für Online Shops – Varianten, Vor- und Nachteile bei ecommerce-seo.de [...]

  • Matthias Scholz schreibt:

    Danke für die detailierte Auflistung! Ich bin immer auf der suchen nach dem perfekten Zahlungssystem. So viele verschiedene Zahlsysteme und man weiß über alle immer nur die Hälfte.

  • Beliebte Bezahlsysteme in Online-Shops » e-Commerce Blog | dbu Unternehmensberatung GmbH, Karlsruhe | Exzellenz in Kundenorientierung. schreibt:

    [...] welche Bezahlsysteme sich besonders gut ergänzen. Auch im Internet in verschiedenen e-Commerce Weblogs gibt es Gegenüberstellungen, Meinungen und [...]

  • Mangostil schreibt:

    Danke fuer die aufstellung. Wir sind fuer unseren Shop immer noch auf der Suche nach den “besten” Zahlungsweisen. Ein Zahlungssystem, welches wir ausser Vorkasse, Lastschrift und Paypal benutzen ist i-Clear, mit welchem wir bis jetzt ganz zufrieden sind.

  • MT schreibt:

    nur fehlen in der Aufstellung einige Anbieter, die zB im Überseehandel Bedeutung genießen könnten… Vollständig ist die Aufzählung auf keinen Fall, viele NAchteile garnicht erwähnt…

  • JochenS. schreibt:

    Ich bin kürzlich auf einen für mich eher unbekannten Zahlungsdienstleister avpay.de gestoßen. Die wickeln so alle gängigen Zahlarten ab.

    Interessehalber habe ich da mal Kontakt aufgenommen und mir ein paar Infos schicken lassen. Auf den ersten Blick sieht das ganze sehr solide aus? Kundeninterface sehr aufgeräumt und überschaubar und die Preise sind auch in Ordnung.

    Bin gerade dabei auf Magento umzusteigen. In diesem Zusammenhang such ich nun einen Payment Anbieter. Gibt es zu avpay einige Erfahrungsberichte?

    VG, Jochen

  • Wagner schreibt:

    Super, danke für die Infos,
    Sofortüberweisung ist noch nicht dabei ;o)

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